Gewitter über Jerusalem

Meine Tochter und ich verbrachten vom 19.04. bis 25.04.2011 über die Passions-/Osterzeit eine beeindruckende Zeit in Jerusalem. In diesem Jahr lag etwa parallel zum christlichen Osterfest das jüdische Pessach-Fest.

Wir konnten deshalb auch konkret mit erleben, was „Pessach-Koscher“ heißt. Z. B. Hinweise an Restaurants „Pessach-koscher“ und teilweise zugedeckte Lebensmittelregale in den Märkten usw. Wir wählten auch bewusst eine israelische Unterkunft.

Am Karfreitag wollten wir einige Orte in der bzw. um der Altstadt verbringen, die uns auch Raum zur Besinnung geben konnten. Als wir uns auf den Weg machten, bauten sich am Himmel schon schwarze Wolken auf.  Nur kurze Zeit später gab es einen kurzen starken Gewitterregen. Wir suchten unter einem Mauervorsprung Schutz vor dem Regen. Wir verfolgten das Gewitter  und jede ließ seinen Gedanken freien Lauf.
Ich sagte: „Wie zu Zeiten Jesus, da heißt es auch, der Himmel verdunkelte sich“.
Meine Tochter sagte ganz kurz: „Und die Juden beten an Pessach um Spätregen.“

In diesem Moment ging ein Ruck durch mich, und ich merkte, wie wir mit der jüdischen Geschichte verbunden sind. Seitdem lese ich viel intensiver die Parallel-Stellen im Alten Testament, die im Neuen Testament vermerkt sind.

Wir verbrachten nach dem Aufenthalt in Jerusalem weitere zwei Wochen im gesamten Land. Mit vielen bewegenden Momente und Erfahrungen, aber diese halbe Stunde Regen in Jerusalem prägte mich.

Margarethe K.