Pilgerfahrt nach Israel

Im Sommer 1992 war Herr Pater Jauch OFM, bei uns in der Pfarrei als Urlaubsvertretung, für unseren Pastor, tätig. Er hat mir, erzählt, dass er für das Kommissariat des Hl. Landes der Franziskaner, die Pilgerreisen ins Hl. Land begleitet und vielleicht hätte ich einmal Lust an einer solchen Reise teilzunehmen. Ein Jahr später hat unser Pastor dann gesagt, dass er mit der Pfarrei und Pater Jauch nach Israel wollte und sie fliegen ja mit. Gesagt, getan.

Nach einem Jahr Vorbereitung sind wir am 25. April 1994 von Frankfurt nach Tel Aviv gestartet. Dort wurden wir vom Reiseleiter Jossi und Busfahrer Armon abgeholt und ins Hotel gebracht.
Am nächsten Morgen ging die Fahrt nach Cäsarea Maritima und nach Muhraqa. Dort hatten wir eine Hl. Messe in der Elias-Kirche.
Fahrt nach Haifa zum Berg Kamel, Panorama, Stella-Maria-Kirche. Weiterfahrt nach Akko zur Besichtigung der alten Kreuzfahrerstadt, Bezug unseres Quartiers am See Genezareth.

Am 3. Tag, Kana und nach Nazareth. Hl. Messe in der Verkündigungs-Basilika, Besichtigung von Nazareth und Fahrt zum Jordanfluss.

4. Tag, Berg der Seligpreisungen und anschließend nach Tabgha. Hl. Messe in der Primats-Kapelle.
Kafarnaum, Bootsfahrt auf dem See Genezareth.

5. Tag, Auffahrt mit Taxis zum Tabor, dem Berg der Verklärung. Hl. Messe in der Verklärungs-Basilika. Weiterfahrt durch das Jordan-Tal nach Jericho, Besichtigung mit Blick auf den Berg der
Versuchung. Jerusalem, erster Pilgergruß über Jerusalem.

6 Tag, Besuch der Heiligtümer auf dem Ölberg, Himmelsfahrts-Basilika, Vater-Unser-Kirche. Hl. Messe in der Dominus-Flevit- Kapelle. Besichtigung der Klagemauer und des Tempelplatzes mit der Omar-Moschee ( Felsendom ) und der Al-Aksa-Moschee. Hier mussten wir die Schuhe ausziehen.

7.Tag, Besichtigung der Heiligtümer auf dem Berg Zion. Hl. Messe in der Franziskanerkirche am Abendmahlsaal, Davidsgrab, Abtei der deutschen Benediktiner „Dormitio“ (Heimgang Mariens), Besichtigung der Jerusalemer Altstadt.

8.Tag, Besichtigung der Grabeskirche, Lateinisches Hochamt am Hl. Grab. Anschließend Ausflug zum Toten Meer, Auffahrt mit der Kabelbahn und Besichtigung der Festung Massada. Gelegenheit zum Baden im Toten Meer. Nachmittags Fahrt nach Qumran, Fundstelle der berühmten Schriftrollen.

9. Tag, Betlehem und Besuch der Geburts-Basilika mit der Geburtsgrotte sowie der Franziskanerkirche St. Katharina. Hl. Messe in der Helena-Kapelle. Blick auf die Hirtenfelder, Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem (Holocaust). Dieser Besuch war ergreifend. Erschreckend, die vielen Namen die hier genannt werden.

10. Tag, Ain Karem und Besuch der dortigen Heiligtümer, Geburtskirche des hl. Johannes des Täufers. Hl. Messe in der Maria Heimsuchung-Kirche. Rundfahrt durch die Neustadt Jerusalem, Besuch der Synagoge der Hadassa-Universität mit den berühmten Chagall-Fenstern. Israel Museum mit dem Schrein des Buches. Fahrt zum Modell Jerusalem, wie es zur Zeit des Herodianischen Tempels ausgesehen haben soll.

11.Tag, Hl. Messe in der Grabeskirche am Hl. Grab. Fahrt zum orthodoxen Wüstenkloster St. Georg im Wadi Kelt

12. Tag. Abschiedsmesse  in der Sakramentskapelle der Grabeskirche. Ein letzter Eindruck von Jerusalem und Heimflug.

Es war für uns die schönste und beeindruckendste Reise die wir unternommen haben. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal das Hl. Land zu besuchen. Wir haben sehr viel gesehen, gehört und erfahren. Beeindruckt war ich vom Land und den Leuten, kein Groll gegen uns. Erfahren haben wir, dass es nicht immer so aussieht wie es in den Medien berichtet wird. Die Heiligen Stätte wo Jesus gelebt und gelehrt hat, zu sehen, war ein Erlebnis. Heute noch, wenn das Evangelium von den Ereignissen spricht, bin ich in Gedanken dort. Was am Beeindruckendsten war, kann ich nicht sagen, außer, alles auf seine Art, egal ob Geburts-oder Grabeskirche, Kreuzweg durch die Altstadt, Berg Tabor oder See Genezareth.

Nicht das ist lobenswert, in Jerusalem gewesen zu sein, sondern Jerusalem auf rechte Weise erlebt zu haben. ( Hl. Hieronymus)

Joachim P.